Geschäftsführer Thomas Kolbe

Neues im Februar 2026

Liebe Freunde,

der erste Monat des neuen Jahres ist bereits vergangen. Die Zeit rast, obwohl bei der aktuellen Witterung eigentlich alles eingefroren sein müsste. Im Grunde fühlt es sich genau so an. Denn Schnee und frostige Temperaturen prägen diese Tage nicht nur, was das Wetter angeht – beides ist derzeit auch ein Sinnbild für unsere volkswirtschaftliche Situation.

Die gute Nachricht: Wenn wir uns an echte Winter erinnern wollen, werden uns der Januar und – glaubt man den Wetter-Apps – auch der Februar 2026 in Erinnerung bleiben. So viel Schnee und Frost über so lange Zeit gab es seit Jahren nicht. Eigentlich schön.

Eigentlich – denn für uns als Hersteller von Bauelementen, die in den Boden oder an frische Fassaden müssen, ist das alles andere als Hochsaison. Die Bautätigkeit wird zäh, Termine verschieben sich, und man spürt wieder sehr deutlich, wie die Realität draußen den Takt vorgibt – unabhängig von der eigenen Motivation.

Daher war das Highlight meiner letzten Tage eine Meldung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung DIW zur Entwicklung der Baubranche in den Jahren 2026 und 2027. Kurz gesagt: Es wird besser. Laut Prognose des DIW soll das reale Bauvolumen 2026 wieder wachsen (rund +1,7 %) und 2027 noch deutlicher zulegen (rund +3,4 %). Treiber ist vor allem der öffentliche Bau, und auch der Wohnungsneubau soll 2026 wieder anziehen (rund +2,4 %) und 2027 deutlich kräftiger wachsen (rund +6,1 %).

Das ist eine überraschend positive Ansage – gerade in einem Umfeld, das sich für viele eher nach Durchhalten als nach Aufbruch anfühlt. Zwar gab es im letzten Jahr mit steigenden Baugenehmigungen und politischen Diskussionen über Beschleunigung und Entbürokratisierung erste Lichtblicke. Dennoch fühlt sich die Wirtschaft für uns Deutsche gerade oft so an, als würde sie zusammenklappen. Doch Krise bewegt auch, sie zwingt zur Ehrlichkeit und eröffnet Möglichkeiten – wenn man sie nutzt. Jetzt wäre der Moment, in dem Politik Führungsstärke zeigen und Dinge umsetzen könnte, die sonst kaum durchsetzbar wären.

Insgesamt sitzen wir immer noch gemeinsam in einem Tunnel und hoffen auf Licht am Ende. Doch was wir wirklich brauchen, sind eine klare Strategie und eine Vision für das Deutschland des Jahres 2040 unter der Überschrift: Ohne Wirtschaft ist alles nichts. Unsere Volkswirtschaft muss so aufgestellt werden, dass sie im globalen Wettbewerb bestehen kann.

Die größte Gefahr in Krisenzeiten ist Aktionismus – aus gutem Willen falsche Entscheidungen zu treffen. Stattdessen brauchen wir Transparenz in den Zielen, eine nüchterne Analyse und klare Prioritäten für den Weg nach vorn. Dafür brauchen wir Optimismus, Zuversicht und Kraft. Und gerade diese Kraft haben wir in Deutschland noch. Noch sind wir sind leistungsfähig, international anerkannt und verfügen über engagierte Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und unseren Wohlstand zu sichern. Also: Lassen Sie uns Ballast abwerfen und schneller werden.

Positive Meldungen wie die des DIW helfen dabei – und ganz ehrlich, sie helfen auch mir. Nach unserer spannenden und erfolgreichen Transformation im letzten Jahr war das Ziel klar: von Tag eins an wieder Tempo aufzunehmen. Der Winter wirkt aktuell wie ein Bremsschirm. Doch wir sehen diese Phase als eine Einladung, das System zu prüfen, nachzuschärfen und sich sauber auszurichten, bevor es wieder vorwärtsgeht. Wir nutzen diese Zeit für Klarheit, für Vorbereitung, für Tempo dort, wo es möglich ist, und für Verlässlichkeit dort, wo unsere Kunden sie am meisten brauchen.

Denn auch wenn draußen Frost herrscht, bleibt eines konstant: Wir gehen weiter nach vorn. Gemeinsam. Schritt für Schritt – bis der Boden wieder auftaut und wir erneut mit Schwung starten. In diesem Sinne: Bleiben Sie optimistisch. Suchen Sie nach Wegen. Auch wenn sie manchmal verborgen scheinen – sie sind da.

Allerbeste Grüße aus KNOBLOCH City
Ihr Thomas Kolbe