Geschäftsführer Thomas Kolbe

Neues im September 2026

Liebe Freunde,

jetzt beginnt die Bauelemente-Saison, vor allen Dingen für Briefkästen und Briefkastenanlagen. Im Prinzip hat unsere Branche den Rhythmus der Landwirtschaft. Im Frühjahr wird gesät, dann kommen Monate des Pflegens und im Herbst wird geerntet. Das ist der typische Gebäudezyklus von der Grundplatte bis zum Einzug. Unsere Sortimente, und eben nicht nur die Briefkästen und Briefkastenanlagen, sondern auch die Schaukästen und Klingeltableaus, stehen und wachsen in diesem Bereich einfach mit. Das ist der heiße Herbst der Bauelemente. In der Regel spitzt sich das zum Jahresende hin noch einmal zu, sodass der Bezug im Neubau noch vor Weihnachten erfolgt und auch alle Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen sind.

Die Crux liegt hier in der kleinen Bemerkung: in der Regel.

Denn wenn wir in den letzten Jahren etwas gelernt haben, dann ist es, dass die meisten alten Regeln schlicht und ergreifend nicht mehr gelten. Die Abhängigkeiten in unserer Branche von äußeren Gegebenheiten sind groß und bei Briefkästen und Briefkastenanlagen sogar noch ein bisschen größer. Ich klammere mal den B2C-Bereich aus, aber alles, was mit der gewerblichen Wohnungswirtschaft zu tun hat, reagiert sehr nervös und sensibel auf alles, was von draußen kommt. Und da geht es nicht nur um Donald Trump, Inflation und Energie, sondern natürlich auch um gesetzliche Unklarheiten, Stichwort Wärmeplanung oder Heizungsgesetz, und nicht zuletzt auch, so paradox es klingen mag, um das Wetter.

Ein echter Winter hat das Jahr eröffnet, einen heißen Sommer haben wir in den letzten Monaten erlebt. Beides keine guten Voraussetzungen, um auf Baustellen zu arbeiten, und das haben wir auch deutlich gespürt.

In Deutschland werden anhaltend 400.000 Wohnungen pro Jahr neu als Neubauprojekte benötigt. Besonders die Metropolen stöhnen unter Wohnungsmangel. Zuletzt war zu lesen, dass in der Summe mehr als eine Million Wohnungen, insbesondere in den Ballungszentren, fehlen. Das ist Sprengstoff für die Gesellschaft. Denn sicheres und gutes Wohnen gehört zu den Grundrechten und spiegelt durchaus auch den Wohlstand eines Landes wider. Aber wie gesagt: Wenn die Perspektive unklar ist, dann startet man natürlich nicht unbedingt mit dem Geldausgeben.

Die richtige Reihenfolge ist also: Wir brauchen einen klaren Plan. Wir brauchen eine klare politische Führung mit einer Strategie, die bei allen aktuellen Unsicherheiten ein Bild unseres zukünftigen Landes malt, mit dem sich die Mehrheit der Menschen anfreunden kann. Und dann müssen wir konsequent auf dieses Bild zumarschieren. Das wird aktuell ganz klar bedeuten, dass wir die Zähne zusammenbeißen müssen. Und das in jeglicher Hinsicht.

Zu schnell passieren derzeit Veränderungen – das ist meine größte Sorge, dass wir die Geschwindigkeit, mit der sich unsere Märkte verändern, und die Dynamik, die in Fernost entwickelt wurde, komplett unterschätzen. Wir denken noch in Jahren. Wir müssen aber in Quartalen oder Monaten denken. Und dazu sind wir derzeit noch zu träge.

Das heißt, wir müssen extrem schnell handeln. Und das erfordert von uns allen viel. Das kann aber nicht nur ein Appell nach oben oder nach draußen sein, sondern es beginnt bei uns selbst. Also lassen Sie uns nach einem wunderbaren Sommer jetzt gestärkt, dynamisch und kraftvoll in den Herbst starten. Wie immer freuen wir uns bei KNOBLOCH darauf, mit Ihnen gemeinsam diese Zukunft zu gestalten und Sie als Partner an unserer Seite zu haben.

Vielen Dank dafür und eine gute und gesunde Zeit.

Beste Grüße aus KNOBLOCH City
Thomas Kolbe