Anleitung

Montage und allgemeine
Hinweise für Briefkastenanlagen

Montage und Aufbau von KNOBLOCH-Briefkastenanlagen

Der fachgerechte Einbau einer Briefkastenanlage erfordert sorgfältige Planung und präzises Arbeiten. Mit dieser Anleitung möchten wir Sie Schritt für Schritt durch den Montageprozess führen und Sie dabei unterstützen, eine sichere und dauerhaft funktionsfähige Installation zu gewährleisten.

Bei Unsicherheiten oder Fragen zur Befestigung, Statik oder zur Einbindung baulicher Gegebenheiten empfehlen wir, einen erfahrenen Fachhandwerker hinzuzuziehen.

Wichtige Hinweise

Montageort

Anlagen nie der Wetterseite zugewandt montieren!

Anlagen nie der Wetterseite zugewandt montieren!

Anlagen mit Funktionselementen

  • Planen Sie den Funktionskasten immer direkt neben der Eingangstür. Der Weg zwischen Besucher und Eingangstür sollte beim Öffnen der Tür so kurz wie möglich sein.
  • Die optimale Höhe liegt zwischen 1.500 mm und 1.700 mm, sie sollte insbesondere beim Einsatz eines Videomoduls weder über- noch unterschritten werden. Eine zu niedrig angebrachte Kamera erfasst Personen nur noch teilweise, verzerrt sie und/oder bekommt durch einen aufwärts zeigenden Blickwinkel ein Kontrastproblem: der (helle) Himmel überstrahlt, die eigentlich abzubildende Person erscheint übermäßig dunkel.
  • Achten Sie außerdem darauf, dass die Anlage so platziert wird, dass Displays nicht von direkter Sonneneinstrahlung betroffen sind. Anderenfalls kann deren Lesbarkeit beeinträchtigt werden.

Empfohlene Einbauhöhe

Die Mittellinie des Einwurfs sollte aus Gründen der Ergonomie in einer Höhe zwischen 700 mm und 1.700 mm liegen. Wenn diese Grenzen aufgrund baulicher Gegebenheiten nicht einhaltbar sind, erlaubt die Europanorm EN 13724 einen erweiterten Bereich von 400 mm bis 1.800 mm. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Unterfahrbarkeit von Anlagen mit einem Rollstuhl. Details zur EN 13724 finden Sie hier.

Wärmedämmverbundsysteme (WDVS)

WDVS-Systeme verhindern, dass Wärme über die Außenwände von Gebäuden abfließt. Da sie keine tragende Funktion haben, ist für die Befestigung von Briefkastenanlagen zusätzliches Material erforderlich, beispielsweise Winkel oder Distanzhülsen zur Überbrückung des Abstands zwischen der Trägerwand und der Außenseite des Verbundsystems, an der die Anlage montiert werden soll.

Die isolisierende Wirkung des Systems kann bereits durch einzelne Wärmebrücken stark beeinträchtigt werden. Bei der Montage von Briefkastenanlagen an Gebäudefassaden mit Wärmedämmverbundsystemen informieren Sie sich deshalb bitte unbedingt bei Ihrem Fachhandel vor Ort über geeignetes Montagematerial.

TIPP! Türen selbst ganz einfach ausrichten!

Durch den Transport und bei der Montage können sich Anlagentüren geringfügig verschieben. Bei Bedarf sind diese ganz einfach durch das Lösen der Muttern an den Scharnieren, das Ausrichten der Tür und anschließendes Festziehen der Muttern wieder in den korrekten Ausgangszustand zu bringen. Schauen Sie sich im Video an, wie es funktioniert.

Freistehende Anlagen

Allgemeine Hinweise

  1. Bei Transport und Montage können sich die Briefkastentüren verschieben. Die dann notwendige Nachjustierung ist einfach. Schauen Sie sich das kurze Erklärvideo an.
  2. Ihr KNOBLOCH-Produkt schützt die Post vor Regen und Schnee. Bitte achten Sie darauf, dass bei freistehenden Briefkastenanlagen die Einwurfseite nicht der Wetterseite zugewandt steht. So vermeiden Sie einen eventuellen Wassereintritt.
  3. Elektrische Komponenten mit 230 V-Anschluss (wie Stromversorgungen und Beleuchtung) müssen durch eine entsprechende Fachkraft installiert werden.
  4. Sicherheitshinweis! Vor der Ausführung von Erd- und Schachtarbeiten muss geprüft werden, dass sich keine Wasser-, Strom-, Gas Telefon-, oder andere Leitungen im Schachtbereich befinden.
  5. Beachten Sie, dass Sie zum Öffnen verschraubter Blenden das Sicherheits-Bit Resis TX20 benötigen, das nicht im Lieferumfang enthalten ist und deshalb ggf. separat erworben werden muss.
  6. Wenn die Briefkastenanlage einen Funktionskasten enthält, haben wir bereits ein Kabelleerrohr ins Gestell integriert.

Anlagen mit separatem Gestell

Befestigen Sie das Gestell an der Briefkastenanlage:

  1. Kastenblock auf eine geeignete Montageoberfläche legen (z. B. Tisch oder Fußboden mit weicher Unterlage).
  2. Gestell links und rechts danebenlegen und die äußeren Türen auf Höhe der Löcher im Gestell öffnen.
  3. Gestell über die geöffneten Kästen mit beiliegenden Schrauben und Unterlegscheiben am Kastenblock befestigen.

Anlagen mit Gestell zum Einbetonieren

Voraussetzung für eine sichere und einwandfreie Montage der Anlage ist es, im Vorfeld bauseits einen Betonsockel bzw. ein Fundament mit folgenden Eigenschaften auszuführen.

Größe

  • Tiefe: ca. 700 bis 800 mm
  • Länge und Breite: Außenmaße der Freistellung plus umlaufend mindestens 250 mm
  • Je nach Bodenbeschaffenheit ist die Grube entsprechend zu vergrößern
  • Bei kleinen Briefkastenanlagen wird ein durchgehendes Fundament empfohlen

Ausführung

  • Sohle gut verdichten und ca. 100 mm Kies einbringen
  • Kabel für elektrische Installationen nicht vergessen!
  • Einen Teil Beton normaler Festigkeitsklasse (z. B. Zement-Estrich) einbringen und verdichten
  • Briefkastenanlage aufstellen, ausrichten und abstützen
  • Rest des Fundaments mit Beton auffüllen, verdichten und die Oberfläche glatt verreiben
Montageskizze für das Fundament einer freistehenden Briefkastenanlage

Anlagen mit Gestell zum Aufschrauben

Voraussetzung für eine sichere und einwandfreie Montage der Anlage ist es, im Vorfeld bauseits einen Betonsockel bzw. ein Fundament mit folgenden Eigenschaften auszuführen.

Größe

  • Tiefe: ca. 700 bis 800 mm
  • Länge und Breite: Außenmaße der Fußplatte plus umlaufend mindestens 100 mm
  • Je nach Bodenbeschaffenheit ist die Grube entsprechend zu vergrößern
  • Das Fundament muss aus einer durchgehenden Bodenplatte mit glatter Oberfläche und einer Ebenheit von 10 mm pro 10 m im Aufstellungsbereich bestehen
  • Bei kleinen Briefkastenanlagen wird ein durchgehendes Fundament empfohlen
  • Mehrere Fundamente müssen höhenmäßig so aufeinander abgestimmt sein, dass max. 10 mm Höhenunterschied besteht

Ausführung

  • Sohle gut verdichten und ca. 100 mm Kies einbringen
  • Kabel für elektrische Installationen nicht vergessen!
  • Beton normaler Festigkeitsklasse (z. B. Zement-Estrich) einbringen,verdichten und die Oberfläche glatt verreiben
  • Anlage aufstellen und Befestigungspositionen auf Fundament übertragen. Bitte darauf achten, dass in den Bereichen der Befestigungspositionen keine Kabel verlaufen!

Bei bereits vorhandenem Fundament:
Prüfen auf Tragfähigkeit und Einsatz von Schwerlastdübeln, z. B. SLM System Fischer, Mauerschraube MR System Fischer oder gleichwertige Alternativen. Durchmesser der Schwerlastdübel bzw. Mauerschrauben sind bauseits festzulegen. Bei Bemessung des Fundamentes auf erforderliche Randabstände der Dübel achten.

Ohne Fundament:
Mit Hilfe von Eindrehankern/Schraubhülsen können kleinere Anlagen auch ohne Fundament befestigt werden. Befragen Sie hierzu im Vorfeld unbedingt Ihren Fachhandel vor Ort.

Übersicht der Gestelle und Maße der Fußplatten
Übersicht der Gestelle und Maße der Fußplatten

Anlagen mit Sockel

Für die Montage von Anlagen mit Sockel befolgen Sie die separate Montageanleitung.

Aufputz-Anlagen

Aufputz Briefkastenanlage in einem Hauseingang

Allgemeine Hinweise

  1. Bei Transport und Montage können sich die Briefkasten­türen verschieben. Die dann notwendige Nachjustierung ist einfach. Schauen Sie sich das kurze Erklärvideo an.
  2. Wir empfehlen für die Montage von Aufputz-Briefkastenanlagen mindestens 2 Personen. Das Verschrauben der Briefkastenanlage lässt sich am besten zu dritt realisieren.
  3. Elektrische Komponenten mit 230 V-Anschluss (wie Stromversorgungen und Beleuchtung) müssen durch eine entsprechende Fachkraft installiert werden.
  4. Bei einer Gebäudefassade mit WDVS (Wärmedämm­verbundsystem) befragen Sie unbedingt ­Ihren Fachhandel vor Ort nach geeignetem Montagematerial.
  5. Beachten Sie, dass Sie zum Öffnen verschraubter Blenden das Sicherheits-Bit Resis TX20 benötigen, das nicht im Liefer­umfang enthalten ist und deshalb ggf. separat ­erworben werden muss.

Klassische Montage

  1. Prüfen
    Die Wand, an der die Briefkastenanlage befestigt werden soll, muss sauber und eben sein. Es ist darauf zu achten, dass die Wand eine entsprechende Tragfähigkeit hat. Ein Brieffach wiegt je nach Größe zwischen 4 und 8 kg.

  2. Ausmessen
    Messen Sie die Befestigungslöcher an der Rückseite der Anlage. Übertragen Sie diese Maße auf die Wand. Beachten Sie bitte die durch die DIN EN 13724 vorgeschriebene Montagehöhe. Die Mittellinie der untersten Einwurföffnung sollte nicht unter 700 mm liegen, die Mittellinie der obersten Einwurföffnung nicht höher als 1.700 mm sein. Nur in Ausnahmefällen (Barrierefreiheit) sind als Untergrenze 400 mm und als Obergrenze 1.800 mm zulässig.

  3. Bohren
    Bohren Sie Löcher in die Wand und setzen Sie Dübel in die Löcher. Achtung: Lochgrößen und Dübeltypen richten sich nach der jeweiligen Wandbeschaffenheit und sind daher bauseits festzulegen. Bitte holen Sie im Zweifel fachkundigen Rat vor Ort ein.

  4. Verschrauben
    Öffnen Sie die Türen der Kästen, in denen sich die Befestigungslöcher befinden und führen Sie durch diese Kästen die passenden Schrauben mit den Distanzstücken in die Dübel ein. Verschrauben Sie die Anlage. Dieser Schritt lässt sich am besten zu dritt realisieren.

Montageskizze für klassische Aufputzmontage

Montage mit Montageschienen

Abhängig vom Verkleidungstyp werden Aufputz-Briefkastenanlagen standardmäßig mit einer Montageschiene ausgeliefert. Montageschienen sind kleine, praktische Helfer, die für Stabilität und einwandfreie Optik sorgen. Sie verringern den benötigten Zeitaufwand deutlich und ermöglichen die Montage größerer Anlagen mit zwei Personen anstelle von dreien.

  1. Winkel an der Briefkastenanlage befestigen
    Schrauben Sie die Winkel jeweils an den obersten Briefkasten des Kastenblocks in den vorbereiteten Löchern.
  2. Schienen an der Wand befestigen und untere Befestigungslöcher bohren
    Die Schienen sind mit geeigneten Schrauben und Dübeln an der Wand zu befestigen. Der Durchmesser der Befestigungslöcher in den Schienen beträgt im Standard 8 mm. Achtung: Lochgrößen und Dübel­typen richten sich nach der jeweiligen Wandbeschaffenheit sowie dem Gewicht der Anlage und sind daher bauseits festzulegen. Bitte holen Sie im Zweifel fachkundigen Rat vor Ort ein. Die Montageschiene ist waagerecht auszurichten. Es sind alle gebohrten Löcher mit der Schiene zu verschrauben.
    Die unteren Befestigungslöcher sind anzubringen, wie unter „Klassische Montage“ beschrieben.
  3. Einhängen
    Die Anlage kann nun von oben in die Schienen eingehängt werden.
  4. Verschrauben
    Abschließend sind die Befestigungsschrauben in den unteren Kästen mit den beigelegten Distanzstücken zwischen Kasten und Wand zu verschrauben. Verwenden Sie unbedingt die beigelegten Distanzstücke. Es kann sonst unter Umständen zum Verziehen der Anlage bzw. der Verkleidung kommen.

Unterputz-Anlagen

Hauseingang mit einer Unterputz-Briefkastenanlage in Edelstahl und Klingeltastern sowie Video Gegensprechanlage als einzelnes Element

Allgemeine Hinweise

  1. Bei Transport und Montage können sich die Brief­kas­ten­türen verschieben. Die dann notwendige Nachjustierung ist einfach. Schauen Sie sich das kurze Erklärvideo an.
  2. Wir empfehlen für die Montage von Unterputz-Briefkasten­anlagen mindestens 2 Personen. Das Verschrauben der Brief­kastenanlage lässt sich am besten zu dritt realisieren.
  3. Elektrische Komponenten mit 230 V-Anschluss (wie Strom­versorgungen und Beleuchtung) müssen durch eine entsprechende Fachkraft installiert werden.
  4. Beachten Sie, dass Sie zum Öffnen verschraubter Blenden das Sicherheits-Bit Resis TX20 benötigen, das nicht im Lie­fer­umfang enthalten ist und ggf. separat erworben werden muss.
  5. Eine Abdichtung (mit bspw. einem Wärmedämmverbundsystem) zum Mauerwerk muss bauseits erfolgen.

Montage

  1. Höhe und Breite messen
    Nehmen Sie von der Rückseite der Briefkastenanlage die genaue Breite und Höhe. Bitte beachten: es geht hier um die Maße des Kastenblocks ohne den Putzabdeckrahmen.
    Wichtig! Addieren Sie zu diesen Maßen sowohl in der Höhe als auch in der Breite insgesamt ca. 20 mm und zeichnen Sie dann mit diesen Maßen ein Rechteck an die Wand, in der die Anlage montiert werden soll. Beachten Sie bitte die durch die DIN EN 13724 vorgeschriebene Montagehöhe. So sollte die Mittellinie der untersten Einwurföffnung nicht unter 700 mm liegen und die Mittellinie der obersten Einwurföffnung nicht höher als 1.700 mm sein. Nur in Ausnahmefällen sind als Untergrenze 400 mm und als Obergrenze 1.800 mm zulässig.
  2. Tiefe messen
    Messen Sie nun die Gesamttiefe der Briefkastenanlage, addieren Sie hier 5 bis max. 10 mm hinzu. Hinweis: Bei Teilunterputzanlagen messen Sie bitte nicht die Gesamttiefe der Briefkastenanlage, sondern nur die Tiefe bis zu der Stelle, bis zu der die Anlage in der Wand eingebracht werden soll.

  3. Nische ausbrechen
    Brechen Sie dann aus der Wand innerhalb des angezeichneten Rechtecks und in der Tiefe der Anlage eine Nische heraus.

  4. Anlage einpassen
    Passen Sie dann die Anlage vorsichtig in diese Nische ein und korrigieren Sie gegebenenfalls die Nischengröße oder bringen Sie geeignete Distanzelemente ein.

  5. Bohren
    Bringen Sie die Anlage in die Endposition und markieren Sie die Bohrlöcher auf der Wand. Entfernen Sie die Anlage aus der Nische, bohren Sie die entsprechenden Löcher in die Nischenrückwand und setzen Sie die Dübel in die Löcher.
    Achtung: Lochgrößen und Dübeltypen richten sich nach der jeweiligen Wandbeschaffenheit sowie dem Gewicht der Anlage und sind daher bauseits festzulegen. Bitte holen Sie im Zweifel fachkundigen Rat vor Ort ein.
    Tipp: Die Anlage kann auch über die Seitenwände befestigt werden.

  6. Verschrauben
    Führen Sie nun erneut die Anlage in die Nische ein, öffnen Sie die Türen der Kästen, in denen sich die Befestigungslöcher befinden, und führen Sie durch diese Kästen die passenden Schrauben in die Dübel ein. Verschrauben Sie die Anlage. Achten Sie dabei darauf, dass der Putzabdeckrahmen die Nische komplett überdeckt.

Montageskizze für Unterputzmontage

Montage von Anlagen mit Schattenfugenrahmen TE150

Der Montageablauf ist der gleiche wie im Standard. Da der Schattenfugenrahmen allerdings bündig mit der Wand abschließen soll und nicht den Putz abdeckt, empfehlen wir in der Höhe und Breite insgesamt 16 mm zu addieren, und bei der Tiefe genau die Maße der Anlage zu verwenden – ohne weiteren Maßzusatz. Hier ist ein sehr präzises Arbeiten notwendig. Ein etwaiger Spalt zwischen Wand und Rahmen muss ggf. ausgeglichen, bzw. verputzt werden. Schützen Sie bei diesen Verputzarbeiten den Rahmen und die Anlage entsprechend, damit kein Putz/Farbe auf die Oberfläche der Anlage gelangt.

Abdichtung der Anlage

Die werkseitig angebrachte Dichtung der Frontplatte zum Mauerwerk ist ausschließlich für eine Einbausituation mit glattem Putz geeignet. Bei Strukturputz, Klinker- oder Natursteinwänden muss zum Schutz gegen kriechende Nässe die Frontplatte zusätzlich abgedichtet werden. Gleichen Sie Unebenheiten im Mauerwerk gegebenenfalls aus, indem Sie die Maueröffnung zwischen Wand und Kästen verputzen. Dabei Kontakt eloxierter Teile mit Zement und Mörtel möglichst vermeiden bzw. sofort reinigen. Befragen Sie bei Bedarf unbedingt Ihren Maurer vor Ort.

Bei porösem Stein bzw. Mauerwerk muss die Anlage selbst zusätzlich abgedeckt werden. Hierzu eignet sich besonders mehrlagige Bitumenbahn. Die so verbesserte Isolierung schützt nicht nur vor eindringender Nässe, sondern auch vor Bildung von Kondenswasser bei Wetterumschwüngen.

Türseitenteil-Anlagen

Hauseingang mit einer Türseitenteil-Briefkastenanlage in Edelstahl mit Video Gegensprechanlage und Klingeltastern

Allgemeine Hinweise

  1. Bei Transport und Montage können sich die Briefkasten­türen verschieben. Die dann notwendige Nachjustierung ist einfach. Schauen Sie sich das kurze Erklärvideo an.
  2. Elektrische Komponenten mit 230 V-Anschluss (wie Stromversorgungen und Beleuchtung) müssen durch eine entsprechende Fachkraft installiert werden.
  3. Beachten Sie, dass Sie zum Öffnen verschraubter Blenden das Sicherheits-Bit Resis TX20 benötigen, das nicht im Lieferumfang enthalten ist und deshalb ggf. separat erworben werden muss.

Messen

Voraussetzung für die Fertigung einer Türseitenteilanlage ist ein fachgerechtes Aufmaß. Das wird üblicherweise von einem Fachmann ausgeführt, beispielsweise einem Fensterbauer. Er kann am besten beurteilen, wie das Türseitenteil aufgebaut ist. In den meisten Fällen sind hier zwischen den Türprofilen Isolierglasscheiben oder Sandwichplatten eingebaut.

Glasmaß ermitteln
Ein wichtiges Maß der Türseitenteil-Briefkastenanlagen ist das Frontplattenmaß bzw. Glasmaß. Das Frontplattenmaß besteht aus der Breite x Höhe x Stärke (Dicke):

  • Die häufigsten Stärken sind 24 mm mit Wärmedämmung oder 2 mm als einfache Frontplatte.
  • Die Frontplatte mit integrierter Briefkastenanlage wird wie eine Glasscheibe oder Sandwichplatte vermessen und eingebaut. Sie wird rechts und links durch die senkrechten Türprofile (Pfosten) sowie oben und unten durch die waagerechten Tür­profile (Riegel) begrenzt.
  • Die Frontplatte muss allseitig einen Überstand von 30 mm zum Briefkastenanlagen-Korpus haben. Eine Befestigung mit den Glasleisten (hiermit wird die Briefkastenanlage in den Türprofilen befestigt) ist sonst schwer möglich.
  • Das Frontplattenmaß muss allseitig 10 mm kleiner als das Türprofil-Innenmaß sein.
  • Nach oben und unten kann die Frontplatte auch mit Glas-Anschlussleisten kombiniert werden.
  • Bei Türseitenteil-Briefkastenanlagen mit 2 mm starken Frontplatten muss der Ausschnitt im Türprofil so groß sein, dass der Briefkastenanlagen-Korpus von vorn durchgesteckt werden kann. Hier wird in den meisten Fällen die Briefkastenanlage von innen mit einem Winkelprofil an den Türprofilen befestigt.

Hinweis zur Montage

Achten Sie darauf, dass die Briefkastenanlage gleichmäßig auf dem Riegel (2) aufliegt. Dies gilt sowohl für die innere als auch für die äußere Frontplatte.

Aufbau einer Türseitenteil-Einbausituation

Kastenblockaufhängung

1. Einsetzen der Frontplatte ins Türprofil
Setzen Sie die Frontplatte in das Türprofil ein und fixieren Sie diese mit den Glasleisten. Beachten Sie dazu die Montagehinweise Ihres Türprofillieferanten.

2. Montage der Sicherungsbleche
Stecken Sie die im Servicepack beigelegten Sicherungsbleche in die dafür vorgesehenen Schlitze auf der Rückseite der Frontplatte. Unter jeder Kastenblockspalte befinden sich jeweils zwei Schlitze. Schieben Sie dann die eingesteckten Sicherungsbleche zu jeder Seite nach außen.

3. Reihenfolge bei mehreren Kastenblöcken
Bei Türseitenteil-Anlagen mit mehreren Kastenblöcken ist die richtige Reihenfolge der Blöcke beim Einhängen wichtig. Dazu sind die Innenseiten der Blöcke mit Nummern nach dem hier dargestellten Prinzip gekennzeichnet.

Reihenfolge der Kastenblöcke

4. Kastenblöcke einhängen
Hängen Sie die Kastenblöcke einzeln ein. Dazu heben Sie einen Kastenblock ca. 1 cm über die Einhängewinkel und lassen den Block dann vorsichtig nach unten ab. Achten Sie auf die Führungshülsen, welche auf der Frontplatte in regelmäßigen Abständen rechts und links neben den Einwürfen angebracht sind und dafür sorgen, dass der Kastenblock automatisch die richtige Position einnimmt. Achten Sie außerdem darauf, dass Sie den Kastenblock parallel zur Frontplatte einführen und den Block erst ablassen, wenn dieser bündig zur Frontplatte liegt.

Hinweis zu Beleuchtungs- und Funktionskästen, die über mehrere Kastenblockspalten gehen
Die Montagereihenfolge ist von unten nach oben, die untersten Kastenblöcke kommen also zuerst. Danach wird der Beleuchtungs- oder Funktionskasten auf die bereits montierten Kastenblöcke aufgelegt und im Kasteninneren mit den darunterliegenden Kastenblöcken verschraubt. Die dazu benötigten Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben finden Sie im Servicepack.

Einhängen der Kastenblöcke

5. Verschrauben des Kastenblocks mit der Frontplatte
Verschrauben Sie nun noch die Kastenblöcke mit den zuvor eingesteckten Sicherungsblechen. Verwenden Sie dazu die beigelegten Schrauben aus dem Servicepack und einen Schraubendreher.

6. Montage einer Dachverkleidung
Wird eine Türseitenteil-Anlage mit (optionaler) Verkleidung bestellt, dann sind die Seitenverkleidungen im Auslieferungszustand der Anlage bereits an den entsprechenden Kastenblöcken befestigt. Lediglich die Dachverkleidung muss noch mit den Kastenblöcken verschraubt werden. Die dazu benötigten Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben finden Sie im Servicepack.

Verschrauben des Kastenblocks mit der Frontplatte

Mauerdurchwurf-Anlagen

Mauerdurchwurf Briefkastenanlage mit Klingeltastern, Hausnummer mit Hintergrundbeleuchtung und Gegensprechanlage

Allgemeine Hinweise

  1. Bei Transport und Montage können sich die Briefkastentüren verschieben. Die dann notwendige Nachjustierung ist einfach. Schauen Sie sich das kurze Erklärvideo an.
  2. Elektrische Komponenten mit 230 V-Anschluss (wie Stromversorgungen und Beleuchtung) müssen durch eine entsprechende Fachkraft installiert werden.
  3. Beachten Sie, dass Sie zum Öffnen verschraubter Blenden das Sicherheits-Bit Resis TX20 benötigen, das nicht im Lieferumfang enthalten ist und ggf. separat erworben werden muss.

Einbau

  1. Einsetzen
    Wenn es die baulichen Gegebenheiten zulassen, empfehlen wir eine leicht zurückgesetzte Montage mit angearbeiteter Tropfkante. Das an der Mauer oder Hauswand herab rinnende Regenwasser läuft dann vor der Frontplatte ab.
    Frontplatte abschrauben, Kästen in den Mauerdurchbruch schieben und mit einer wasserundurchlässigen Bitumenbahn ausreichender Stärke (erforderlich ist die Oberseite, empfehlenswert ist jedoch die allseitige Ummantelung) abdecken. Kästen fixieren. Achten Sie darauf, dass etwaig verwendeter Bauschaum zum Fixieren der Anlage nicht in Kontakt mit der Frontplatte kommt, da sonst eine spätere Demontage dieser nicht mehr möglich ist. Achtung: Keinen Bauschaum mit Quellwirkung verwenden!
  2. Verputzen
    Maueröffnung zwischen Mauer und Kästen verputzen. Dabei Kontakt eloxierter Teile mit Zement und Mörtel möglichst vermeiden bzw. sofort reinigen. Frontplatte wieder anschrauben. Ein sauberer Sitz der Frontplatte muss sichergestellt sein. Bei Naturstein ist außerdem meist ein Ausgleich von Unebenheiten erforderlich, da andernfalls Wasser hinter die Frontplatte eindringen kann. Auf den exakten Sitz des Dichtgummis des Abschlussprofils ist zu achten.

Abdichtung der Anlage

Die werkseitig angebrachte Dichtung der Frontplatte zum Mauerwerk ist ausschließlich für eine Einbausituation mit glattem Putz geeignet. Bei Strukturputz, Klinker- oder Natursteinwänden muss zum Schutz gegen kriechende Nässe die Frontplatte zusätzlich abgedichtet werden. Befragen Sie bei Bedarf unbedingt Ihren Maurer vor Ort.

Bei porösem Stein bzw. Mauerwerk muss die Anlage selbst zusätzlich abgedeckt werden.Hierzu eignet sich besonders mehrlagige Bitumenbahn wie in nebenstehender Skizze rot dargestellt. Die so verbesserte Isolierung schützt nicht nur vor eindringender Nässe, sondern auch vor Bildung von Kondenswasser bei Wetterumschwüngen.

Montageskizze für Mauerdurchwurf-Anlagen

Zaun-Anlagen

Allgemeine Hinweise

  1. Bei Transport und Montage können sich die Briefkastentüren verschieben. Die dann notwendige Nachjustierung ist einfach. Schauen Sie sich das kurze Erklärvideo an.
  2. Elektrische Komponenten mit 230 V-Anschluss (wie Stromversorgungen und Beleuchtung) müssen durch eine entsprechende Fachkraft installiert werden.
  3. Beachten Sie, dass Sie zum Öffnen verschraubter Blenden das Sicherheits-Bit Resis TX20 benötigen, das nicht im Lieferumfang enthalten ist und ggf. separat erworben werden muss.

Anlagen mit Entnahme vorn

  1. Prüfen
    Briefkastenanlagen mit vorderer Entnahme werden im Normalfall einfach auf den Zaun aufgeschraubt. Es ist darauf zu achten, dass der Zaun eine entsprechende Tragfähigkeit hat. Ein Brieffach wiegt je nach Größe zwischen 4 und 8 kg.

  2. Messen
    Messen Sie die Befestigungslöcher an der Rückseite der Anlage. Übertragen Sie diese Maße auf den Zaun. Beachten Sie bitte die durch die DIN EN 13724 vorgeschriebene Montagehöhe. So sollte die Mittellinie der untersten Einwurföffnung nicht unter 700 mm liegen und die Mittellinie der obersten Einwurföffnung nicht höher als 1.700 mm sein. Nur in Ausnahmefällen sind als Untergrenze 400 mm und als Obergrenze 1.800 mm zulässig.

  3. Einbauen
    Die Befestigungselemente sind nach der Zaunart zu wählen.

Montageskizze für Zaunanlagen mit Zubehörkit MR-A

Auf Anfrage ist das optionale Zubehörkit MR-A als Montagehilfe erhältlich. Dieses funktioniert ausschließlich für:

  • vertikale Kästen mit vorderer Entnahme
  • Anlagen mit maximal 3 Kästen übereinander* bei einer Gesamthöhe von max. 990 mm
  • Anlagen mit maximal 3 Kästen nebeneinander bei einer Gesamtbreite von max. 1.110 mm

Das zur Montage benötigte Befestigungsmaterial wird nicht mitgeliefert und muss bauseits bereitgestellt werden. Pro Kit werden 4 Sechskantschrauben M6 x Länge nach Zaunsituation, passende Muttern und U-Scheiben benötigt. 

*Bei größeren Anlagen (mehr als 3 Kästen übereinander) können einfach mehrere MR-A Kits kombiniert werden.

Anlagen mit Entnahme hinten

  1. Prüfen
    Briefkastenanlagen mit hinterer Entnahme werden in der Regel direkt in einen Zaunausschnitt montiert. Es ist darauf zu achten, dass der Zaun eine entsprechende Tragfähigkeit hat. Ein Brieffach wiegt je nach Größe zwischen 4 und 8 kg. Die Aussparung im Zaun zum Einbau der Briefkastenanlage muss ausreichend groß dimensioniert sein.

  2. Einbau
    Position und Größe der Befestigungs- sowie der Kabeleinführungslöcher werden bereits im Rahmen des Bestellvorgangs abschließend festgelegt, genauso wie eventuell benötigte Abstandshalter. Die Befestigungsschrauben sind nicht Bestandteil des Lieferumfangs, sie sind bauseits zu stellen und müssen den Einbaubedingungen entsprechen.

Montageskizze für Zaunanlagen mit hinterer Montage

Anlagen mit Stabmattenwinkelset

Der Briefkastenanlagen-Winkel wird an die Briefkastenanlage geschraubt, der Zaun-Winkel dann in die Stabmatten geklemmt und über die Schlossschrauben mit dem Briefkastenanlagen-Winkel befestigt. Dieser hat durch das Langloch ein bestimmtes Spiel, so dass die Unterschiede der Stababstände ausgeglichen werden können.

Briefkastenanlage mit Stabmattenwinkelset

Geteilte Anlagen

Allgemeine Hinweise

Geteilte Briefkastenanlagen sind Briefkastenanlagen, die aufgrund Ihrer Größe nur in mehreren Teilen transportiert werden können. Die einzelnen Briefkastenanlagenteile müssen daher vor Ort noch vor dem eigentlichen Aufbau zusammengebaut werden.

Zusammenbau

  1.  Ausrichten
    Anlagenteile aneinanderlegen und sehr sorgfältig ausrichten.

  2. Zusammenschrauben
    Mit den beigelegten Schrauben, Unterlegscheiben und Muttern die Anlagenteile von innen miteinander verschrauben. Die zum Verschrauben notwendigen Bohrungen werden von uns gesetzt, sie befinden sich innerhalb der jeweiligen Kästen.

  3. Stoß abdecken
    Zu Aufputz- und freistehenden Briefkastenanlagen liefern wir einen Abdeckstreifen mit. Dieser wird mit doppelseitigem Klebeband auf dem Stoß an der Oberseite zwischen den Anlageteilen fixiert. Freistehende Briefkastenanlagen liefern wir mit zusätzlichen Abdeckstreifen für die Stoßstelle(n) auf der Rückwand aus.

H-Profile bei Rundkantenverkleidung RI220
Zu Briefkastenanlagen mit einer Rundkantenverkleidung RI220 liefern wir ein H-Profil zur Abdeckung der Stoßstelle mit. Es wird an der Oberseite zwischen die beiden Anlagenteile gesteckt.

Montageskizze einer geteilten Anlage

Wechsel und Beschriftung von Namensschildern

Kunststoff-Namensschild und -Taster

  1. Vordere Abdeckung entfernen
    Mit einem spitzen Gegenstand (z. B. Schere oder Büroklammer) das Schild von vorn seitlich vorsichtig aushebeln und Abdeckung entnehmen.

  2. Beschriften
    Namensschildeinlage entnehmen und diese mit einem wasserfesten Stift beschriften. (Alternativ dazu können Sie von uns auch eine Excel-Vorlage zum Beschriften der Namensschilder bekommen.) Danach die Namensschildeinlage wieder in die vordere Abdeckung stecken und diese wieder zurück in die Halterung einklicken.

Namensschild MAXAV1

Zum Öffnen des Namensschildes benötigen Sie einen speziellen Schlüssel, dieser ist im Servicepack Ihrer Briefkastenanlage enthalten. Stecken Sie den Schlüssel in den Zwischenraum neben dem Namensschild. Beim Herausziehen springt das Namensschild auf; die Namensschildeinlage kann entnommen und beschriftet werden.

Dieser Schlüssel kann bei Bedarf auch einzeln bestellt werden, die Artikelnummer ist 23157.

Namensschild MAXAV4

Lösen Sie die beiden Muttern auf der Rückseite mit einem Schraubschlüssel Größe 7. Entnehmen Sie nun die Namensschildeinlage von vorne, indem Sie die nunmehr freigelegten Gewindebolzen von der Rückseite nach vorn durchdrücken. Fügen Sie die neue Namensschildeinlage von vorn in die Aussparung ein und verschrauben diese von hinten mit den zuvor gelösten Muttern.

Anschlusshinweise für Klingeltaster

Edelstahltaster

Technische Daten

  • Anschlussart: Schraubkontakt
  • Schaltspannung: max. 36 V
  • Außenmaß: ø 22 mm
  • Durchbruchmaß: ø 19 mm
  • Druckkraft: 4 N
  • Mechanische Lebensdauer: 1.000.000 Schaltzyklen
  • Elektrische Lebensdauer: 200.000 Schaltzyklen
  • Temperaturbereich: -25° bis 55° C
  • Schutzart: IP 65

Anschluss
Die Taster arbeiten normalerweise mit Kleinspannung, sollten aber dennoch von einer ausgebildeten Fachkraft verdrahtet werden. Der Transformator wird mit 230 V betrieben, sein Anschluss an die Stromversorgung erfordert im jeden Fall eine entsprechende Qualifikation.

Beispielschaltung mit einem Taster
Beispielschaltung mit einem Taster
Beispielschaltung mit mehreren Tastern
Beispielschaltung mit mehreren Tastern

LED-Taster und Lichttaster

Technische Daten

  • Anschlussart: Schraubkontakt
  • Schaltleistung: 2A/36 V DC
  • LED-Beleuchtung über den Klingeltrafo: 12 V
  • Außenmaß: ø 22 mm
  • Durchbruchmaß: ø 19 mm
  • Druckkraft: 4 N
  • Mechanische Lebensdauer: 1.000.000 Schaltzyklen
  • Elektrische Lebensdauer
  • LED-Taster: 200.000 Schaltzyklen
  • Lichttaster: 50.000 Schaltzyklen
  • Temperaturbereich: -25° bis 55° C
  • Schutzart: IP 65

Anschluss
Die Taster arbeiten normalerweise mit Kleinspannung, sollten aber dennoch von einer ausgebildeten Fachkraft verdrahtet werden. Der Transformator wird mit 230 V betrieben, sein Anschluss an die Stromversorgung erfordert im jeden Fall eine entsprechende Qualifikation.

Der Transformator muss ausreichend Leistung für die Stromaufnahme der LED-Beleuchtung zur Verfügung stellen.
10 Taster benötigen ca. 160 mA.

Beispielschaltung mit einem Taster
Beispielschaltung mit einem Taster
Beispielschaltung mit mehreren Tastern
Beispielschaltung mit mehreren Tastern

Kombinationstaster

Technische Daten
Flächeneinbautaster mit integrierter weißer LED-Beleuchtung und Namensschild.

  • Anschlussart: Schraubkontakt
  • Schaltleistung: 5A/125 V AC/DC
  • hintergrundbeleuchtet
  • LED-Beleuchtung über den Klingeltrafo: 8 – 16 V AC/DC
  • Durchbruchmaß: 62 x 18 mm
  • Außenmaß: 65 x 22 mm
  • Druckkraft: 180 N
  • Mechanische Lebensdauer: 1.000.000 Zyklen
  • Elektrische Lebensdauer: 50.000 Zyklen
  • Temperaturbereich: – 40° bis 85° C
  • Schutzart Mikroschalter: IP 50

Anschluss
Die Taster arbeiten normalerweise mit Kleinspannung, sollten aber dennoch von einer ausgebildeten Fachkraft verdrahtet werden. Der Transformator wird mit 230 V betrieben, sein Anschluss an die Stromversorgung erfordert im jeden Fall eine entsprechende Qualifikation.

Anschlüsse für Klingeltaster und Beleuchtung sind auf der Rückseite des Kombi­tasters beschriftet.

Der Transformator muss ausreichend Leistung für die Stromaufnahme der LED-Beleuchtung zur Verfügung stellen.
10 Taster benötigen ca. 160 mA.

Beispielschaltung mit einem Taster
Beispielschaltung mit einem Taster
Beispielschaltung mit mehreren Tastern
Beispielschaltung mit mehreren Tastern

Klappenverschluss

Bringen Sie das selbstklebende Trägerblech auf der Rückseite der Einwurfklappe am Rand an. Wichtig: Vor dem Aufkleben bitte die Klebestelle gründlich reinigen und von Staub, Fett und Rückständen befreien. Anschließend die Position sorgfältig prüfen:

  • Lässt sich die Klappe problemlos schließen, wenn der Klappenverschluss nicht aktiviert ist?
  • Passt der Sperrriegel korrekt ein und funktioniert der Verschluss wie gewünscht?

Wenn alles passt, das Trägerblech fest andrücken und montieren.

Zum Sperren der Klappe die Hutmutter lösen und Sperrriegel nach unten drehen. Die Einwurfklappe kann nun nicht mehr von außen geöffnet werden.

Einbau-Beispiel an einer Aluminium Low-Noise-Klappe:

Klappenverschluss im Normalbetrieb
Klappenverschluss gesperrt
Klappenverschluss gesperrt

Sprechmodulbefestigung

Mitgeliefertes Zubehör

  • 1 x Trägerblech
  • 1 x Gaze
  • 2 x Kabelbinder
  • 1 x Reinigungstuch

Bitte überprüfen Sie die Lieferung vor Beginn der Montage auf Vollständigkeit und einwandfreien Zustand. Für Schäden infolge unsachgemäßer Montage, insbesondere auch für Beschädigungen der Sprechmodule, übernehmen wir keine Haftung.

Montage

Elektrik von einer Fachkraft anschließen lassen

Elektrischer Anschluss des Sprechmoduls durch Elektrofachkraft: Lassen Sie Ihr Sprechmodul noch vor der Befestigung im Funktionskasten elektrisch anschließen.

Legen Sie die Gaze auf das Trägerblech auf.

Sprechsiebmodul auflegen

Legen Sie das bereits verdrahtete Sprechmodul auf die Gaze auf. Biegen Sie bei senkrechtem Einbau zum besseren Halt des Sprechmoduls vorher die Lasche am Trägerblech um. Benutzen Sie dazu gegebenenfalls eine Zange.

Sprechsiebmodul zu groß?

Wenn ihr Sprechmodul nicht in das Trägerblech passen sollte: Wir haben einen separat zu erwerbenden Adapter unter der Bestellnummer 32274 im Programm, der zwischen Gaze und Modul gesetzt wird.

Befestigung mit Kabelbindern

Befestigen Sie das Sprechmodul mittels Kabelbinder am Trägerblech. Prüfen Sie vor dem Festziehen des Kabelbinders die Ausrichtung des Sprechmoduls: Mikrofon und Lautsprecher dürfen nicht vom Trägerblech verdeckt sein, sonst leidet die akustische Qualität. Benutzen Sie je nach Beschaffenheit des Sprechmoduls gegebenenfalls einen zweiten Kabelbinder zur Befestigung.

Säubern Sie die zu beklebende Fläche (Sprechsieb) mit dem beiliegenden Reinigungstuch. Die Oberfläche muss trocken, frei von Staub, Öl, Oxiden, Trennmitteln und anderen Verunreinigungen sein. Beachten Sie dazu auch die Hinweise zum bauseitigen Kleben weiter unten.

Lassen Sie die Klebestelle nach der Reinigung kurz abtrocknen (ablüften) und entfernen Sie dann die Schutzfolie vom Klebeband auf der Rückseite des Trägerblechs.

Kleben Sie das Trägerblech mit Sprechmodul auf das Sprechsieb, richten Sie dabei das Mikrofon des Sprechmoduls deckungsgleich zu einem der Sprechsieblöcher aus. Auch hier gilt, dass Mikrofon und Lautsprecher möglichst ungehindert arbeiten sollen.

Hinweise zum bauseitigen Kleben

Bei dem verwendeten Klebeband handelt es sich um ein von 3M entwickeltes VHB Hochleistungs-Verbindungssystem, das seine Endfestigkeit nach rund 72 Stunden erreicht. Die Verarbeitungstemperatur sollte zwischen + 15° und +25° C liegen. Die dynamische Scherfestigkeit beträgt 62 N/cm², d.h. nur bei grobem Vandalismus bzw. extremer Krafteinwirkung kann es zum Lösen der Verbindung kommen.

LED-Beleuchtung

LED-Leiste
LED-Frontbeleuchtung: Anlagen, Mitteilungs- und Schaukästen
beleuchteter Funktionskasten
LED-Hinterleuchtung: Namensschilder, Displays und Durchgravuren in Funktionskästen

Technische Daten

  • Energieversorgung: 12 V DC, 4,8 W/m
  • Schutzart: IP 65
  • Beleuchtungsstärke: 465 lm/m
  • Lichtfarbe: Tageslichtweiß 6.000 K
  • 120° Abstraktionswinkel
  • 3M Tape auf Rückseite
  • Anschluss über separates Netzteil*, nicht im Liefer­umfang enthalten

Dämmerungsschalter
LED-Leisten sind optional mit Dämmerungsschalter verfügbar

  • Spannungsversorgung: 12—28 V DC
  • Anschluss über separates Netzteil*, nicht im Lieferumfang enthalten

Sie finden die Anleitung als separate Beilage direkt im Servicepack oder hier zum Download.

*Netzteil
Für den Fall der Fälle bieten wir mit Artikel 42425 ein passendes Netzteil an. Leistung: 12 V DC, 1.500 mA (also 18 W, ausreichend für 3,5 m Lichtleiste). Fragen Sie uns gerne.

Montage (Standard)

1. Auswahl der Befestigungsfläche
Wählen Sie die geeignete Befestigungsfläche aus: Bei 100 mm tiefen Kästen wird das LED-Band direkt auf die Kastenrückwand geklebt. Bei tieferen Kästen liegt ein selbstklebender Befestigungswinkel bei, der bereits mit einem LED-Band versehen ist. Dieser wird auf Kastenboden oder -decke geklebt.

2. Montagefläche säubern
Säubern Sie die gewählte Fläche mit dem beiliegenden Isopropanol-Reinigungstuch und lassen Sie sie danach einen Moment trocknen.

3. LED-Band ankleben
Entfernen Sie die Schutzfolie vom Klebeband und platzieren Sie das LED-Band / den Winkel auf der gereinigten Fläche. Drücken Sie dann das LED-Band / den Winkel kurz und kräftig (mit einer Kraft von ca. 20 N/cm2) an.

Bei dem Klebeband handelt es sich um ein von 3M entwickeltes VHB Hochleistungs-Verbindungssystem, das seine Endfestigkeit nach rund 72 Stunden erreicht.

Plegehinweise

Pflege von Schlössern und mechanischen Schließsystemen

Bei unseren Schlössern und Schließsystemen verwenden wir grundsätzlich wartungsarme Ausführungen. Aber auch diese bedürfen regelmäßiger Pflege, damit ihre Funktionalität ohne Haken und Klemmen gewährleistet bleibt. Wir empfehlen hierfür ein silikonfreies Kriechöl. Entfernen Sie vor dem Auftrag grobe Verschmutzungen und benetzen Sie vorsichtig alle mechanischen Teile des Schließsystems. Gerade die Übergangszeit mit frostfreien und frostigen Phasen ist für Briefkastenschlösser belastend. Tagsüber taut der Schnee /das Eis und verdunstet, Wasserdampf kondensiert im Schloss und friert nachts wieder ein. Dies kann trotz regelmäßiger Pflege zu Problemen führen. Verwenden Sie in diesem Fall ein handelsübliches Enteisungsspray.

Schutz vor Feuchtigkeit und Verschmutzung

Die Post ist nur bei vollständigem Einwurf und geschlossener Klappe vor Feuchtigkeit und Verschmutzung geschützt. Bei bestimmten extremen Witterungsbedingungen kann dennoch Wasser eintreten (lt. DIN EN 13724 bis 1 ccm). Das ist kein Reklamationsgrund. Für bestimmte Briefkästen bieten wir ein Regengitter. Bitte fragen Sie uns bei Bedarf.

Regelmäßige Pflege und Reinigung

Der Einsatz hochwertiger Materialien, insbesondere von Edelstahl, ist eine gute Voraussetzung für eine langfristig einwandfreie Optik. Wichtig ist jedoch die regelmäßige Pflege und Reinigung der Briefkastenanlage, besonders in Küstennähe und Gegenden mit höherer Luftverschmutzung. Auch Flugrost kann zu Korrosionserscheinungen führen, die allerdings keine Produktmängel sind. Sollten Sie Verfärbungen durch Flugrost bemerken, müssen diese schnellstmöglich mit geeigneten Reinigungsmitteln beseitigt werden. Wir bieten ihnen dazu ein spezielles Pflegemittel unter der Bestellnummer 24035 an. Dieses schützt die Oberfläche zusätzlich bei regelmäßiger Anwendung. Die pulverbeschichteten Oberflächen sowie die Oberflächen aus eloxiertem Aluminium sind mit warmem Wasser unter Zusatz von Haushaltsreinigern zu säubern. Bitte keine mechanisch wirkenden oder oxidlösenden Pflegemittel verwenden. Diese greifen die Eloxalschichten an und zerstören die Oberflächen.

Strukturfarben

Feinstruktur-Beschichtungen sind resistenter gegen Schmutz und Beschädigungen als glatte Oberflächen. Neben den bereits genannten Reinigungstipps für glatte Oberflächen ist noch folgendes zu beachten: Bitte verwenden Sie ein weiches, nichtfaserndes Tuch zur Reinigung und spülen Sie die Fläche nach dem Reinigungsvorgang mit klarem kaltem Wasser nach.

Edelstahl

Die Oberflächen von Edelstahl-Artikeln werden vor dem Verpacken leicht konserviert. Mögliche Flecken sind kein Qualitätsmangel, sondern durch die Konservierung bedingt und können mit einem weichen Tuch und einem Edelstahl-Pflegemittel beseitigt werden.

Acrylglasoberflächen (Plexiglas)

Verwenden Sie für die Reinigung von Acrylglasoberflächen immer ein fusselfreises, befeuchtetes Tuch. Reiben Sie die Oberfläche nie trocken ab. Bei stärkerer Verschmutzung verwenden Sie bitte ein nicht scheuerndes Reinigungsmittel.

Korrosion

In Küstengebieten und besonders stark durch Emissionen belasteten Industriegebieten (Korrosionsschutzklasse 5) kann es bei Verwendung von verzinktem Stahlblech, trotz schützender Verzinkung und Lackierung, zu Korrosionsbildung kommen. Dies ist kein Reklamationsgrund. Wenn das Produkt in einem Korrosionsschutzklasse-5-Gebiet aufgestellt, bzw. montiert werden soll, empfehlen wir Ihnen dringend die Verwendung von Edelstahl.

Garantie

Neben der gesetzlichen Gewährleistung erhalten Sie auf unsere Artikel zusätzlich eine fünfjährige allgemeine Produktgarantie und eine zehnjährige Garantie gegen Durchrostung!

Von der Garantie ausgeschlossen sind:

  • Korrosionsschäden, die durch Flugrost verursacht worden sind
  • Schäden an Aluminiumteilen, die durch den direkten Kontakt mit Gips, Kalk, Zement o.ä. entstanden sind
  • Produkte, an denen durch nicht von uns autorisierten Personen Veränderungen oder Einbauten vorgenommen wurden
  • Schäden, die durch mechanische Einflüsse (insbesondere Vandalismus) entstanden sind
  • Schäden, die auf unsachgemäßem Gebrauch, fehlender Pflege, Verschleißerscheinungen, ungeeigneten Pflegemitteln oder Naturkatastrophen beruhen
  • alle elektrischen und elektronischen Komponenten und Einbauteile

Garantievoraussetzung für Elektrik und Elektronik ist ihre Installation durch eine entsprechend qualifizierte Fachkraft. Durch Garantieleistungen wird die Garantiefrist nicht verlängert. Für Produkte, welche per Onlinekauf erworben worden sind, gilt ausschließlich die gesetzliche Gewährleistungsfrist.

Unter außergewöhnlichen Witterungsbedingungen wie Starkregen, Sturm, Schnee und Eis kann es zu technisch bedingten Beeinträchtigungen der Funktion unserer Anlagen kommen, die keinen Reklamationsgrund darstellen.

Verpackungsentsorgung

Kostenlose Entsorgung über Interzero

Als nachhaltig agierendes Unternehmen werden wir auch unserer Verantwortung hinsichtlich der durch uns in Umlauf gebrachten Verpackungsmaterialien gerecht. Bereits seit 2013 beteiligen wir uns im dualen System „Interzero“.

Wie es funktioniert

Bei größeren Verpackungsmengen kann unter Angabe unserer Mitgliedsnummer 84868 direkt über Interzero eine Abholung veranlasst werden. Informationen zu Mindestmengen und Ablauf finden Sie im Interzero-Merkblatt zur Entsorgung von Transportverpackungen im Download-Center auf www.interzero.de. Oder fragen Sie uns direkt. Sollten Sie die Mindestmengen für eine Abholung durch Interzero nicht erreichen, können Sie das Verpackungsmaterial kostenfrei im nächsten Wertstoffhof abgeben. Alle verwendeten Verpackungsmaterialien sind recycelbar!

Weitere Anleitungen

Weitere und hier nicht aufgeführte Anleitungen finden Sie als Download unter Anleitungen oder als separate Beilage direkt im Servicepack. Ihnen fehlt eine Anleitung? Fragen Sie uns gerne.

Ersatzteile

Eine Übersicht unserer Taster, Namensschilder, Schlösser und Schlüssel mit ihren Artikelnummern finden sie bei den Produktspezifikationen.

Sonstiges Zubehör

  • Klappenverschluss für Briefkastenanlagen-Türen (46584)
  • Werkzeug für Frontplatte: Bit Resis-TX 20 (24154)
  • Edelstahl-Pflegemittel mit Microfasertuch (24035)
  • Reparaturlack in RAL nach Wahl (21840)

Bestellung an:
Max Knobloch Nachf. GmbH
Fax: +49 3431 6064-209

Wenn Sie Endkunde sind, wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Händler oder nutzen unseren Online-Shop www.knobloch-shop.com